Wunderschönes, faszinierendes, unglaubliches Kino.
Um ein Dach über dem Kopf zu haben, heiratet die mittellose, 50-jährige Suna einen älteren Mann. Sie mag ihn zwar, hasst es jedoch, ihn körperlich zu befriedigen. Verzweifelt und deprimiert beginnt sie, heimlich zu trinken, um der Ausweglosigkeit ihrer Situation zu entgehen.
Suna ist eine eindringliche Meditation über Freiheit und Einschränkung, die die Spannung zwischen dem Verlangen nach Befreiung und den Fesseln alltäglicher Verpflichtungen meisterhaft einfängt. So erzählt Çiğdem Sezgin von einer Welt, in der Nonkonformismus ebenso unverzichtbar wie gefährlich ist.