Wunderschönes, faszinierendes, unglaubliches Kino.
In den letzten Jahren des Osmanischen Reiches wird die arme anatolische Kleinstadt Saripinar von einem leichten Erdbeben getroffen, das den Ort weder zerstört noch viele Opfer gefordert hat. In einem Telegramm an die Zentralregierung wird die Situation jedoch übertrieben.
Atıf Yılmaz inszeniert eine scharfsinnige Satire über Macht und Perspektiven, die die Absurdität der Bürokratie offenlegt. Mit seiner nuancierten Darstellung kollektiver Hysterie entlarvt der Film die Fragilität der Wahrheit in einer Welt, die Realität zugunsten eigennütziger Interessen verzerrt.